Adipositas Auswirkungen auf den Körper sind wissenschaftlich eindeutig belegt. Adipositas gilt heute als chronische Erkrankung und erhöht das Risiko für zahlreiche Folgekrankheiten deutlich. Adipositasexpertinnen und -experten weisen seit Jahren darauf hin, dass überschüssiges Körperfett weit mehr ist als ein ästhetisches Problem: Es beeinflusst Stoffwechsel, Organe, Hormone und auch die psychische Gesundheit. Willkommen zu unserem Blog „Die Begleiterkrankungen von Adipositas“. Aber Vorsicht, es ist eine laaaaange Liste.
Stoffwechsel und hormonelle Veränderungen
Diabetes mellitus Typ 2
Bei starkem Übergewicht ist der Zuckerstoffwechsel häufig gestört. Der Blutzuckerspiegel bleibt dauerhaft erhöht, ohne dass frühzeitig Symptome auftreten. Dadurch werden Schäden an Gefäßen, Nerven und Organen oft erst spät erkannt. Adipositas zählt zu den wichtigsten Auslösern für Typ-2-Diabetes.
Fettstoffwechselstörungen
Erhöhte Cholesterin- und Triglyzeridwerte treten bei Adipositas besonders häufig auf. Diese Veränderungen fördern Gefäßerkrankungen und Leberprobleme und erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erheblich.
Hormonelle Dysbalancen
Adipositas-Auswirkungen auf den Körper zeigen sich auch im Hormonsystem. Bei Frauen kann es zu Zyklusstörungen und eingeschränkter Fruchtbarkeit kommen, bei Männern zu Potenzproblemen und einem verminderten Testosteronspiegel.
Herz, Gefäße und Durchblutung
Bluthochdruck
Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck verursacht selten frühe Beschwerden, schädigt jedoch schleichend Herz, Nieren und Gefäße. Das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall steigt deutlich an.
Herzinfarkt
Kommt es zu einem plötzlichen Verschluss eines Herzkranzgefäßes, wird der Herzmuskel nicht mehr ausreichend versorgt. Adipositas erhöht die Wahrscheinlichkeit solcher Ereignisse erheblich, da Gefäßverkalkungen begünstigt werden.
Herzinsuffizienz
Bei einer geschwächten Pumpleistung des Herzens reicht die Versorgung des Körpers mit Sauerstoff nicht mehr aus. Übergewicht belastet das Herz dauerhaft und fördert die Entwicklung einer Herzschwäche.
Krampfadern
Durch erhöhten Druck im Bauchraum und eingeschränkten Blutrückfluss aus den Beinen entstehen bei Adipositas häufig Varizen. Bindegewebsschwäche und genetische Faktoren verstärken diesen Effekt.
Gehirn, Atmung und Schlaf
Schlaganfall
Eine plötzlich verminderte oder unterbrochene Durchblutung im Gehirn führt zum Absterben von Nervenzellen. Bauchbetontes Übergewicht und Bluthochdruck zählen zu den größten Risikofaktoren.
Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom
Bei ausgeprägter Adipositas ist der Atemraum eingeengt. Wiederholte nächtliche Atemaussetzer senken den Sauerstoffgehalt im Blut und verhindern erholsamen Schlaf. Die Folge sind Tagesmüdigkeit und ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko.
Verdauung, Gelenke und Organe
Sodbrennen und Reflux
Ein erhöhter Druck im Bauchraum begünstigt den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre. Adipositas-Auswirkungen auf den Körper zeigen sich hier häufig durch chronisches Sodbrennen.
Gallensteine
Durch veränderte Fettzusammensetzung der Galle steigt bei Adipositas die Bildung von Gallensteinen. Typisch sind starke Schmerzen im rechten Oberbauch, oft begleitet von Übelkeit.
Arthrose
Übergewicht belastet Gelenke dauerhaft. Knie, Hüften, Schultern und Hände sind besonders betroffen. Der Knorpelverschleiss schreitet schneller voran und kann die Beweglichkeit stark einschränken.
Psyche und Lebensqualität
Depressionen
Viele Betroffene erleben soziale Ausgrenzung, Vorurteile und gesundheitliche Einschränkungen. Diese Belastungen wirken sich negativ auf das seelische Wohlbefinden aus und erhöhen das Risiko für depressive Erkrankungen.
Adipositas und Krebsrisiko
Was oft unterschätzt wird: Adipositas-Auswirkungen auf den Körper betreffen auch das Krebsrisiko. Nennenswerte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigen, dass bei Frauen unter anderem Brust-, Gebärmutter- und Eierstockkrebs häufiger auftreten. Bei Männern steigt das Risiko für Darm-, Prostata- und Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Geschlechterspezifische Unterschiede und neue Erkenntnisse
Aktuelle Erkenntnisse aus der geschlechterspezifischen Medizin zeigen, dass viele adipositasassoziierte Erkrankungen bei Männern teilweise stärker ausgeprägt sind als bei Frauen. Dennoch nehmen Männer deutlich seltener spezialisierte Adipositas-Sprechstunden in Anspruch. Ziel zukünftiger Untersuchungen ist es, dieses Ungleichgewicht besser zu verstehen und insbesondere Männer stärker für die chronische Erkrankung Adipositas zu sensibilisieren.
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Bilder: Canva.com

