Adipositas – Was ist das eigentlich genau? 

Adipositas ist eine Fettsucht, die durch übermäßiges Fettgewebe im Körper entsteht. Der Grund dafür ist übermäßige Einnahme von überschüssigen Fetten, beispielsweise in Form von Zucker. Ab einem BMI von über 30 sprechen Mediziner von Adipositas und bezeichnen damit eine Ernährung- und Stoffwechselerkrankung mit starkem Übergewicht. Die Entstehung dieser Krankheit kann sehr viele Ursachen haben, auf die wir in der kommenden Woche noch genauer eingehen werden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO unterscheidet zwischen unterschiedlichen Schweregraden.

Menschen mit einem BMI von 18,5 bis 24,9 gelten laut dieser Klassifikation als Normalgewichtig. Übergewicht welches als Praeadipös eingestuft wird liegt bei einem BMI von 25-30 vor. Ab einem BMI von über 30 sprechen Mediziner von Adipositas. Die unterschiedlichen Adipositas-Grade haben wir in einer Grafik dargestellt.

Seit 1997 ist diese als chronische Ernährungs- und Stoffwechselerkrankung anerkannt. Sie wird durch ein starkes Übergewicht gekennzeichnet, das aus einer überdurchschnittlichen Vermehrung des Körperfettes resultiert. Gerade in den vergangenen Jahrzenten steigt die Anzahl der Betroffenen dramatisch an, so dass Mediziner bereits von einer Epidemie sprechen, welche die meisten Industrienationen, jedoch auch immer mehr Schwellenländer, vor enorme gesellschaftliche und finanzielle Herausforderungen stellt.

Gerade in vielen Industrieländern gewinnt diese Krankheit an Bedeutung, schließlich ist der dortige Lebensstil geprägt durch ein Überangebot an Nahrung und geringer körperlicher Arbeit – was wiederum typische Ursachen für Adipositas sind. Auch die Lebensmittelindustrie sorgt mit kalorienreichen und zuckerhaltigen Lebensmittel für einen sprunghaften Anstieg der Patientenzahlen. In unserem Themenschwerpunkt Adipositas informieren wir Euch über Ursachen und Folgen dieser Erkrankung. Im Kapitel Begleiterkrankungen werden wir auch auf die seelischen bzw. psychischen Folgen eingehen und informieren Euch über neueste Behandlungskonzepte.

Adipositas wird noch einmal in drei Abstufungen unterteilt:

  • Adipositas Grad 1: BMI 30 – 34,9
  • Adipositas Grad 2: BMI 35 – 39,9
  • Adipositas Grad 3: BMI ≥ 40

Ausschlaggebend für andere Krankheiten ist jedoch nicht das Übergewicht an sich, sondern vor allem die Fettverteilung. Wenn das Fett sich vor allem in der Bauchregion und somit in Nähe der inneren Organe anlagert, kann es zu schwerwiegenden Problemen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen kommen. Die Organe werden dabei beeinträchtigt und können nicht mehr richtig arbeiten. Indikatoren sind dabei der Bauchumfang und das Taillen-Hüft-Verhältnis, das man selber ausrechnen kann.

Viele der Betroffenen nennen fehlende Ausdauer und eine schnelle Ermüdung als erste Anzeichen dieses Krankheitsbildes. Auch Kurzatmigkeit, schnell eintretende Transpiration und Schmerzen in der Wirbelsäule werden vielfach als erste Anzeichen der Adipositas wahrgenommen. Jedoch bewegen diese Beschwerden die Wenigsten dazu, direkt an eine schwere Erkrankung zu denken.

Weltweit sind laut der WHO ca. 13% der Weltbevölkerung betroffen. In Deutschland leiden schätzungsweise fünf von zehn Frauen und sieben von zehn Männern an Übergewicht. Vor allem Kinder und Jugendliche sind immer häufiger betroffen. Und obwohl schwerwiegende Krankheiten mit Adipositas einhergehen, wird die umgangssprachliche Fettleibigkeit oft nicht ernst genug genommen.

Es gibt nur wenige Medikamente, die wirksam gegen Adipositas im Einsatz sind. In Deutschland gibt es derzeit nur eines von drei erlaubten auf dem Markt. Letzten Endes muss aber der Patient von sich selber wollen, dass er abnimmt. Wie man selber am besten wieder auf ein gutes Gewicht kommt, wird in kommenden Artikeln noch beschrieben.