Adipositas und Diabetes Typ 1 und Typ 2

Unter Adipositas, auch Fettleibigkeit oder Fettsucht genannt, ist ein starkes Übergewicht durch Vervielfachung des Körperfetts zu verstehen. Bewegungsmangel, Bequemlichkeit und ungesundes Essen sind die Hauptursachen der Adipositas.
Eine Studie der Monash University in Melbourne, Australien hat ergeben, dass Adipositas in engem Zusammenhang mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko am Diabetes Typ 2 steht. Eine Adipositas ist also nicht nur ein Schönheits-Problem. Darüberhinaus ist die Erkrankung eine Ursache für schwerwiegende Folgeerkrankungen, deren Therapie oft langwierig und kompliziert sind.

Zusammenhang zwischen Adipositas und Diabetes

Matthew Watt und sein Team an der Universität in Melbourne, Australien fanden heraus, dass die Fettzellen im Körper der Adipositas-Patienten ein neu entdecktes Protein namens PEDF ausschütten. Diese Ausschüttung in den Blutstrom bewirkt, dass Muskeln und die Leber unempfänglich gegen das Hormon Insulin werden. Um dem entgegen zu wirken, produziert die Bauchspeicheldrüse mehr Insulin als benötigt. Mit der Auswirkung, dass diese sehr stark überlastet wird. Schließlich wird dadurch die Produktion von Insulin in der Bauspeicheldrüse verlangsamt oder sogar gestoppt, was zur Entstehung von Diabetes führt.

Laut Matthew Watt werden Patienten mit Diabetes von der Entdeckung des Proteins PEDF Profit schlagen. Wissenschaftler und Forscher können nun diese Erkenntnisse nutzen, um neue Medikamente zur besseren Behandlung von Diabetes des Typs 2 zu entwickeln.

Vorbeugung der beiden Krankheitsbilder

Übergewicht ist definiert als BMI > 25 kg/m2 und Adipositas als BMI > 30 kg/m2. Trifft dies auf Sie zu, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. Denn Fettleibigkeit und Diabetes sind Krankheitsbilder, die sehr häufig mit präventiven und einfachen Maßnahmen vermieden werden können. Ein gesunder Lebensstil mit viel Bewegung und einer ausgewogenen Ernährung sind die besten Möglichkeiten, Adipositas und deren Folgeerkrankung Diabetes vorzubeugen.

  • Frühzeitige Vorbeugungsmaßnahmen auf einen Blick:
  • Gewichtsstabilisierung, möglichst auf Ihr Normalgewicht
  • Mäßige Gewichtsreduktion bei einem BMI zwischen 25 und 29,9
  • Verzehr von Lebensmitteln mit hoher Energiedichte senken
  • Verzehr von Lebensmitteln mit niedriger Energiedichte erhöhen
  • Verzehr von Fast Food reduzieren
  • Alkoholkonsum senken
  • Verzehr von zuckerhaltigen Getränken reduzieren
  • Mindestens 3x wöchentlich Sport machen

Die Symptome von Diabetes

Leiden Sie an Adipositas sollten Sie immer ein Auge auf plötzlich auftretende Symptome haben. Erste Symptome von Diabetes sind Durst, Müdigkeit und Trockenheit der Haut sowie der Schleimhäute. Im weiteren Verlauf der Krankheit wird beim Urin lassen Zucker ausgeschieden. Zusätzlich kommt es zu einem erhöhten Blutzucker. Ein Anzeichen, das erst später zum Vorschein kommt, sind geschädigte Gefäße oder ein geschädigter Organismus. Leiden Sie an Adipositas und kommen Ihnen einige dieser Symptome bekannt vor? Dann sollten Sie sich schleunigst auf den Weg zu Ihrem Hausarzt machen.

Therapie von Adipositas und Diabetes

Die Behandlungen der Betroffenen werden den individuellen Bedürfnissen angepasst mit dem Ziel einer langfristigen Gewichtskontrolle. Im Laufe von sechs bis zwölf Monaten sollte bei einem Ausgangs-BMI zwischen 25 und 35 kg/m2 eine Gewichtsabnahme von mindestens fünf Prozent, bei einem Ausgangs-BMI > 35 kg/m2 eine Gewichtsabnahme von mindestens zehn Prozent erzielt werden.

Bei der Behandlung geht es ebenfalls darum, eine gesunde Lebensweise zu etablieren und die Lebensqualität zu steigern. Dauerhaft. Kooperationsfähigkeit, Eigenverantwortung und Motivation des Betroffenen sind die Schlüsselfaktoren für eine langfristige, erfolgreiche Gewichtskontrolle. Um Ihre individuellen Maßnahmen zu evaluieren, sollten Sie sich bei Ihrem Hausarzt melden.

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