Bewegung 2.0 mit kleinen Dingen viel erreichen

Bei untrainierten Personen mit Übergewicht ist es laut dem Deutschen Ärzteblatt sinnvoll, Bewegung langsam und stetig in den Alltag zu integrieren. Auf diese Weise wird zum einen sichergestellt, dass die Person sich nicht mit einem zu anspruchsvollen Trainingsprogramm überfordert und dadurch möglicherweise gesundheitlich schadet. Zum anderen kann sie sich so Stück für die Stück an die neue Belastung gewöhnen. Demotivierende Erlebnisse, das zu hoch gesteckte Pensum nach der ersten Euphorie nicht zu schaffen, können so vermieden. Da sich durch einen langsamen Aufbau relativ schnell Erfolgserlebnisse verbuchen lassen, bleibt die Motivation hoch und die Bereitschaft, langfristig etwas zu verändern, erhalten.

Bewegungsmangel und eine falsche Ernährung

Bewegung 2.0 mit kleinen Dingen viel erreichen

Bewegungsmangel und eine falsche Ernährung begünstigen sich laut einer Studie der McMaster University gegenseitig. Wer schlecht isst, verspürt nicht die nötige Energie, um sportlich aktiv zu werden und wird in seiner Freizeit kaum auf die Idee kommen, diese mit bewegungsintensiven Aktivitäten zu füllen. Hier helfen kleine Schritte in die richtige Richtung, die sich unkompliziert in den Alltag einbauen lassen. Gehen Sie beim Telefonieren auf und ab. Stehen Sie bei Werbepausen im Fernsehen auf und machen ein paar Dehnübungen. Arbeiten Sie im Sitzen, stehen Sie immer mal wieder auf. Erledigen Sie Besorgungen zu Fuß. Haben Sie Haustiere oder Kinder, überraschen Sie diese mit aktiver Spielbereitschaft.

Kleine Hilfen im Alltag

Motivierend ist auch ein Schrittzähler. Mit diesem können die von Professor Peter Schwarz von der Dresdener Uniklinik empfohlenen 10.000 Schritte pro Tag anvisiert werden. Ist das Tagesziel noch nicht erreicht, kann der Zähler dazu animieren, noch mal ein paar Schritte zu machen. Auch das Deutsche Ärzteblatt empfiehlt ein moderates Gehtraining niedriger Intensität.

Yoga und Achtsamkeit – Effektive Stressreduktion

Was noch vor wenigen Jahren eine Randerscheinung war, lässt sich heute (teilweise) schon auf Kosten der Krankenkassen praktizieren: Die Rede ist von Yoga. Dabei handelt es sich um ein Konzept aus dem Buddhismus, in dem Meditation eine große Rolle spielt.

Bewegung 2.0 mit kleinen Dingen viel erreichen

Zwei Drittel der Deutschen fühlen sich manchmal oder sogar häufig gestresst, wie eine aktuelle Studie der Techniker Krankenkasse ergab. Das Fatale an Stress ist, dass dieser weitreichende Folgen haben kann: Wer mit Stress nicht gelernt hat umzugehen, der läuft Gefahr, in der Folge Herzkreislauferkrankungen, Rückenschmerzen, Schlafstörungen oder Magen-Darm-Probleme zu entwickeln.

Yoga und andere Achtsamkeitsübungen sind dazu geeignet, die Auswirkungen von Stress auf den Körper abzumildern, wie zahlreiche Studien in den vergangenen Jahren belegt haben. Die positive Wirkung von Yoga und Achtsamkeitsübungen entsteht durch die Veränderung der Wahrnehmung: Bei beiden mentalen Übungen geht es darum, sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren, ohne den Moment zu bewerten. Durch die Übungen findet eine Veränderung im Gehirn statt. Es lassen sich positive Einflüsse auf verschiedene Botenstoffe sowie das vegetative Nervensystem nachweisen. Anstelle von Stress tritt ein Gefühl der Entspannung.

Yoga und Achtsamkeitsübungen müssen nicht jahrelang praktiziert werden, bevor sie Wirkung zeigen. Ein achtwöchiges Training bewirkt bereits nachweisbare, positive Effekte.

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