Bereits seit einiger Zeit gehören so genannte Smoothies zu den Trend-Getränken. Wie immer kurbelt das auch ganze Industriezweige an. Was genau sich dahinter verbirgt, was Du beachten musst und vieles mehr möchte ich heute mal erklären. Denn aufgepasst: Smoothie ist nicht gleich Smoothie, und nicht alles, wo Smoothie draufsteht, ist automatisch gesund geschweige denn zum Abnehmen geeignet!

Grundlegendes 

Grundsätzlich möchte ich hier nur selbst gemachte Smoothies ansprechen. Kaum etwas ist einfacher und schneller selbst zubereitet, das kann wirklich jeder. Zum Anfang genügt ein ganz normaler Mixer oder ein Pürierstab. Damit kannst Du ausprobieren, ob Du Gefallen an den Smoothies findest. Falls ja, dann lohnt sich unter Umständen die Anschaffung eines kleinen Hochleistungsmixers. Die Zutaten bekommst Du ebenfalls überall – also alles ganz einfach und ohne Aufwand. Dafür weißt Du dann beim Selbermachen immer ganz genau, was drin ist, und Du kannst die Zusammenstellung der Zutaten vor allem selbst bestimmen: Nach Geschmack oder danach, was Du damit erreichen möchtest.

Unterschied zwischen Smoothie und Grünem Smoothie 

Du solltest von vornherein eine Unterscheidung vornehmen. Es gibt die „normalen“ Smoothies, die auf Basis von Obst zubereitet werden, und es gibt die „Grünen Smoothies“, die neben Obst den gleichen Anteil an Blattgrün bzw. Gemüse enthalten. Letztere sind insgesamt sicher die bessere Wahl, denn sie enthalten noch deutlich mehr Nährstoffe bei zugleich weniger Kalorien. Mehr Abwechslung kannst Du damit auch erzielen. Bei manchen braucht es etwas Gewöhnung, aber das muss nicht sein.

Was darf rein?

Ich könnte jetzt ganz einfach sagen: Alles, was dir schmeckt! Letztlich wäre das aber doch zu einfach, denn vermutlich möchtest Du mit den Smoothies ja auch ein bisschen abnehmen oder zumindest nicht mehr Kalorien als nötig zu Dir nehmen.

Dazu ist zu erwähnen, dass Obst Fructose enthält, also Fruchtzucker. Diese natürliche Fructose ist deutlich besser verdaulich als die industrielle Variante, hat aber ebenfalls Kalorien, und das zum Teil gar nicht so unerheblich. Zu den Früchten mit hohem Gehalt zählen beispielsweise Avocados, Datteln und Rosinen, aber auch Bananen, Trauben und Passionsfrüchte. Deutlich weniger Kalorien bringen Papayas, Grapefruits, Sternfrüchte oder die meisten Beeren auf die Waage. Je mehr Fructose Du Deinem Körper zuführst, desto mehr kann der Blutzuckerspiegel ansteigen, bedingt durch die Ausschüttung von Insulin. Nährstoffe werden dann in Körperfettzellen eingelagert.

Beim Gemüse oder Blattgrün musst du diesen Punkt nicht berücksichtigen. Hier gilt es eher, auf Nitrate und Bitterstoffe Rücksicht zu nehmen. Solange Du nicht jeden Tag riesige Mengen der gleichen Zutat verwendest (vor allem Spinat oder Wildkräuter), ist das prinzipiell aber unbedenklich.

Die richtige Kombination

Für Grüne Smoothies gilt im Optimalfall eine Kombination aus Obst und Gemüse von 50:50. Dabei zählt jedoch nicht das Gewicht, sondern das Volumen. Auf eine Handvoll Salat kommt also auch eine Handvoll Obst. Welche einzelnen Sorten Du kombinierst, entscheidet Dein Geschmack, und das heißt anfänglich erst einmal ausprobieren. Am besten beginnst Du mit Früchten, die Du besonders gern magst und gibst dazu etwas Feldsalat oder jungen Spinat. Diese Sorten haben keinen so dominanten Geschmack und sind nicht bitter. Dazu gibst Du dann noch etwas Leitungswasser, um die Konsistenz zu verdünnen.

Apropos Konsistenz: Die ist gar nicht so unerheblich! Du solltest Deine Smoothies nämlich nicht als reines Getränk betrachten und wie Fruchtsaft nebenbei trinken. Betrachte einen Smoothie stattdessen als komplette Mahlzeit, am besten als Frühstück oder aber als Mittagessen. Dazu ist eine sämige, etwas dickere Konsistenz hilfreich. Jeden Schluck solltest Du im Mund bewegen, als würdest Du kauen, das verbessert die Aufnahme der Inhaltsstoffe.

Zusätzliche Zutaten

Statt Wasser kannst Du auch Buttermilch, Milch oder Jogurt hinzufügen. Das sorgt selbstverständlich für einen anderen Geschmack, der Dir vielleicht gerade am Anfang etwas besser gefällt. Denke dabei aber immer daran, dass Du Deinen Smoothie auf diese Weise auch mit mehr Kalorien versorgst. Wenn Dein Ziel also die Gewichtsabnahme ist, dann empfehle ich, damit erst gar nicht zu beginnen.

Um eine Sämigkeit zu erzielen, gerade bei Früchten, die eher dünnflüssig sind, können beispielsweise Haferflocken hilfreich sein. Ansonsten genügen spezielle Obstsorten wie Bananen, die etwas fester und faseriger sind. Auch ein kleiner Schuss hochwertiges Öl darf gern mit hinein. Und speziell im Sommer gebe ich immer gern ein paar Eiswürfel mit in den Mixer. Das ist dann direkt die Wasserzufuhr und kühlt meinen Smoothie gleichzeitig.

Was sind die Vorteile von Smoothies?

Ausgehend von einem klassischen Grünen Smoothie sind das natürlich vorrangig die gesunden Inhaltsstoffe. Neben zahlreichen Vitaminen und Mineralien zählen dazu Proteine und das enthaltene Chlorophyll. Des Weiteren sind solche Smoothies basisch. Das ist sehr wichtig, denn die meisten von uns übersäuern ihren Körper durch den erhöhten Konsum von Kaffee, Zucker und tierischem Eiweiß. Zusammengenommen wirkt das vitalisierend und erfrischend. Du wirst schnell feststellen, wie gut Du Dich nach dem Verzehr fühlst.  Hinzu kommt, dass Smoothies schnell und einfach zubereitet und sehr praktisch zum Mitnehmen sind. Sie sind also auch für die Zwischenmahlzeit im Job bestens geeignet. Ein weiterer Vorteil: Du kannst so ziemlich alles verwenden, was im Kühlschrank noch übrig ist. Bis hin zum Grün von Karotten oder Roter Beete, überreifen Früchten oder den Salatresten. Du brauchst das Obst auch nicht von der Schale oder dem Kerngehäuse zu befreien, sondern kannst es in den meisten Fällen komplett verzehren.

Lecker sind die Smoothies obendrein, denn Du kannst sie Dir ja nahezu komplett nach Deinem individuellen Geschmack zusammenmixen. Nicht zu vergessen ist die besonders gute Verträglichkeit und Verdaulichkeit. Am besten allerdings – gerade am Anfang – morgens oder spätestens mittags und in ausreichendem Abstand von mindestens zwei Stunden zu anderen Mahlzeiten.

Ausreichend Rezepte und Ideen findest Du übrigens im Internet. Die Auswahl ist inzwischen dermaßen groß, dass ich Dir empfehle, nicht nur „Smoothie“ einzugeben, sondern dazu auch gleich die ein oder andere Zutat, die Du auf jeden Fall verwenden möchtest, weil Du sie besonders magst oder gerade noch im Kühlschrank hast, das schränkt die Auswahl an Ergebnissen dann etwas ein.

Geschmacks-Notfälle

In der ersten Phase kann es passieren, dass die ein oder andere Kombination aus Obst und Gemüse nicht ganz so lecker ist, wie erhofft. Das ist nicht gleich ein Grund zum Verzweifeln, denn vieles kannst Du auf einfache Art noch „retten“.

Ist der Smoothie zum Beispiel zu bitter, helfen aromastarke Früchte wie Ananas, Himbeeren und Maracuja oder aber auch etwas Ingwer. Manche beklagen sich anfänglich auch über einen zu ausgeprägten Geschmack von Gras oder Erde, was vor allem passiert, wenn Wildkräuter verwendet werden. Hier können mehr Zitrusfrüchte schnelle Abhilfe schaffen. Ist Dir Dein Smoothie einfach nur zu langweilig, dann heißt es ausprobieren und herumexperimentieren. Das macht Spaß und führt zum Erfolg. Versuche es ruhig auch mal mit zusätzlichen Gewürzen wie Zimt, Vanille oder Kardamom – Du wirst überrascht sein!

 

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