Vielleicht hast Du Dir über die vielen Feiertage ein paar meiner Ratschläge zu Herzen genommen und es mit der Weihnachts- und Silvestervöllerei nicht übertrieben, sondern ein bisschen die Sparflamme entzündet. Vielleicht hast Du aber die Tage auch ohne Bedenken in vollen Zügen genossen, weil es dir einfach zu schwer gefallen ist, den ganzen leckeren Versuchungen zu widerstehen. In beiden oder zumindest im letzteren Fall nehme ich an, Du hast Dir einige gute Vorsätze für das Jahr 2018 überlegt? Ich kenne keine genauen Statistiken, nehme aber stark an, dass mindestens jeder zweite im Kopf, im Kalender oder auf kleinen Erinnerungszetteln notiert hat, was er im neuen Jahr verändern möchte. Abnehmen, mehr Bewegung oder verschiedene Süchte aufgeben gehört dabei garantiert zu den Klassikern.

Eigentlich spielt der Termin keine Rolle

Es ist ein Phänomen, dass wir uns derartige Veränderungsprozesse immer zu Beginn eines neuen Jahres auf die Fahne schreiben. Scheinbar brauchen wir diesen terminlichen Neubeginn, um für Neues offen zu sein. Dabei ist es eigentlich doch komplett egal, ob Du nun am 1. Januar, am 22. April oder am 7. November ernsthaft damit beginnst, etwas für Dich und Deine Gesundheit zu tun. Entscheidend ist allein, dass Du es tust. Aber es ist in unserer Kultur ziemlich fest verankert, derartige Vorhaben zum Jahreswechsel zu starten, weil wir uns wünschen, dass das neue Jahr besser wird als das letzte. Aber mal ganz ehrlich: Bedeutet das, dass wir eben diese Vorsätze dann besser durchhalten, als wenn wir sie mitten im laufenden Jahr in Angriff nehmen? Ich fürchte nein. Zumindest weiß ich von mir selbst und von vielen anderen, dass spätestens im Frühjahr die meisten Vorsätze längst wieder vergessen sind. Und so herrscht bei vielen bereits dann wieder Fruststimmung, zumindest dann, wenn sie ehrlich darüber nachdenken.

Vorsätze mit Bedacht wählen

Nichtsdestotrotz möchte ich Dich ganz sicher nicht davon abhalten, wenn Du jetzt gerade voller Motivation und Vorfreude auf ein erfolgreiches Jahr 2018 Deine Liste der Vorsätze an die Wand hängst. Ganz im Gegenteil, ich werde versuchen, Dich darin zu unterstützen. Nicht ganz uneigennützig, denn auch ich habe natürlich wieder eine solche Liste vor mir liegen. Die Motivation dieses Beitrags soll also nicht nur Dir, sondern auch mir ein wenig auf die Sprünge helfen. Vor einem Fehler, den auch ich am häufigsten begangen habe, möchte ich Dich als erstes bewahren: Nimm Dir nicht zu viel vor! Schau Dir Deine Liste jetzt noch einmal ganz genau an. Wie viele Punkte stehen drauf? Fünf, zehn oder sogar noch mehr? Dann frage Dich, ob Du es für realistisch hältst, sie alle in die Tat umzusetzen. Versuche sie auf die drei Punkte zu reduzieren, die Dir am allerwichtigsten sind, zum Beispiel: Abnehmen, mehr Bewegung, ein besseres Körpergefühl. Auch die Formulierung kann wichtig sein. So wie hier formuliert ist ein Erreichen möglich, auch in kleinen Schritten. Definierst Du Deine Ziele aber hier bereits genau, zum Beispiel durch Abnehmen von 20 Kilo oder jeden Tag Sport, so ist die Enttäuschung auch deutlich wahrscheinlicher. Bleib realistisch und ehrlich, wenn Du Deine Liste schreibst.

Der Schweinehund geht auch motiviert ins neue Jahr

Leider können wir den inneren Schweinehund, der uns so oft im Weg steht, mit unserer Liste nicht einfach aus dem Leben streichen. Er wird Dich auch in diesem Jahr auf Schritt und Tritt begleiten und Dir so manches Mal das Leben schwer machen. Oft schon nach den ersten Tagen. Eigentlich müssten wir schließlich am 1. Januar damit beginnen, unsere Pläne umzusetzen. Aber dann sind da die vielen Reste vom vorabendlichen Silvesterbuffet, die wir nicht wegwerfen möchten. Also schieben wir schon mal die Ernährungspläne auf frühestens den 2. Januar, es sei denn, am kommenden Wochenende steht schon die erste Feier für das neue Jahr an. Dann bringt es schließlich auch nichts, drei Tage zu fasten, wenn man ohnehin alles gleich wieder zulegt … Kommen Dir derartige Gedanken ebenso bekannt vor wie mir? Dann wisch sie schnell weg. Du wirst immer eine Party, einen Geburtstag oder einen Feiertag dazwischen haben. Wenn Du aber nicht sofort anfängst, dann hättest Du Dir das Erstellen der Liste gleich sparen können. Auch das ist eine Alternative, aber keine, die Dich weiterbringen wird. Und schließlich möchtest Du heute in einem Jahr sagen können, dass Du Deine Ziele zu einem großen Teil erreicht hast, oder?

Selbstdisziplin und Durchhaltevermögen

Es liegt einzig und allein an Dir, ob Du das schaffst oder nicht. Die Verantwortung dafür trägst Du allein, das kann und wird Dir niemand abnehmen. Ich will Dir da gar nichts vormachen, das erfordert eine Menge Kraft und Motivation, und ganz sicher wird das Jahr nicht ohne den einen oder anderen Rückschlag verlaufen. Doch gerade dann musst Du Dich selbst darin bestärken, am Ball zu bleiben und weiter zu machen. Ganz allein wird das oft schwer. Solltest Du eine Freundin, einen Kumpel oder auch Kollegen mit ähnlichen Vorsätzen für 2018 kennen, dann schließt Euch zusammen. Motiviert Euch gegenseitig, nehmt beispielsweise die sportlichen Aktivitäten gemeinsam in Angriff – das stärkt, gibt einen gewissen Druck und macht vor allem mehr Spaß. Es ist schön, sich gerade dann, wenn man sich ein wenig anstrengen muss oder gefrustet ist, nicht allein zu fühlen. Ist das nicht möglich, dann sorge zumindest dafür, dass Du in der Familie und bei Deinem engsten Freundeskreis Unterstützung findest.

Pauschallösung leider nicht vorhanden

Ich kann Dir keine Anleitung mit 100-prozentiger Erfolgsgarantie geben. Die hätte ich selbst gern, aber es gibt sie nicht. Jeder von uns tickt anders, gerät in andere Fallstricke, steht vor verschiedenen Problemen. Und dieses kleine Monster namens Schweinehund ist da immer eine Art Zwilling, der genau da zubeißt, wo es uns am stärksten trifft. Du musst Deine Schwächen und Gefahren selbst erkennen und hier dagegen arbeiten. In den vergangenen Wochen habe ich Dir in diesem Blog viele einzelne Tipps vorgestellt. Sie werden Dir jetzt helfen, Deinen Weg bis zum Ende zu gehen und durchzuhalten. Ob es um die Ernährungsweise geht, die Selbstmotivation, das Aufraffen zu mehr Bewegung oder den Verzicht auf fette und süße Nahrungsmittel. Und auch in den folgenden Monaten lasse ich Dich natürlich nicht alleine. Auf meiner Vorsatzliste stehen nämlich auch schon viele Themen, die ich Dir hier präsentieren möchte. Ich bin sicher, dass der eine oder andere davon Dich aktiv dabei unterstützen kann, stark zu bleiben. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es schon viel helfen kann, sich immer wieder mit seinem persönlichen Thema auseinanderzusetzen, anstatt es zu verdrängen.

Gib nicht auf!

Also ganz egal, ob Du allein oder gemeinsam mit Freunden und Kollegen Deine guten Vorsätze angehst: Ich bin in jedem Fall dabei. Mit Tipps, Ratschlägen und auch Erfahrungen wie eigenen Rückschlägen. Eines solltest Du nie vergessen, gerade dann nicht, wenn Dich eine Frustphase erwischt, Dir das Durchhaltevermögen ausgeht oder die Motivation schwindet: Du tust all das für Dich, nicht für andere! Du wirst Dich am Ende besser fühlen und wissen, dass es die Mühe wert war. Du wirst mit einem stolzen und guten Gefühl in den Spiegel schauen und Dich fit und aktiver fühlen. Alles in allem wird Dein Lebensgefühl besser sein als zuvor. Und dafür lohnt es sich, auch mal die Zähne zusammen zu beißen, zu kämpfen und zu akzeptieren, dass auch kleine Rückschläge dazu gehören. Ich wünsche Dir viel Erfolg und ein erfahrungsreiches Jahr 2018!

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